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Partnerwahl: Schlafmangel wirkt wie Alkohol

Unter Schlafentzug verändert sich offenbar die Wahrnehmung des sexuellen Interesses...

 

"Die steht doch voll auf mich" - das denken Männer scheinbar öfter, wenn sie übernächtigt sind. Denn unter Schlafentzug verändert sich offenbar die Wahrnehmung des sexuellen Interesses. Damit sei die Wirkung von Schlafmangel mit dem von Alkohol vergleichbar, so das Ergebnis einer amerikanischen Studie, die beim diesjährigen Kongress "Sleep 2013" in Baltimore vorgestellt wurde.

 

Für ihre Untersuchung konfrontierten Jennifer Peszka und ihre Kollegen des Hendrix College in Conway 60 Probanden beiderlei Geschlechts mit verschiedenen Fragen, wie zum Beispiel: "Wie wahrscheinlich ist es, wenn eine Frau in eine Bar geht, dass sie jemanden für Sex finden möchte?"

 

Frauen als sexuelle Abenteurer

Die Fragen wurde den Versuchspersonen einmal gestellt, als sie ausgeruht und ein zweites Mal, als sie eine Nacht wach geblieben waren. Das Ergebnis: Ausgeschlafen schätzten Frauen wie Männer das sexuelle Interesse von Frauen generell deutlich geringer ein als das von Männern. Diese Annahme veränderte sich drastisch unter Schlafmangel - jetzt vermuteten die Männer eine deutlich höhere Bereitschaft der Frauen für Sex. Bei den Frauen zeigte der Schlafentzug diese Wirkung nicht, ihre Einschätzung blieb gleich.

 

Effekt vergleichbar mit Wirkung von Alkohol

Dass Schlafentzug sich auf das Treffen von Entscheidungen negativ auswirkt, ist schon länger bekannt. So ergab eine Studie bereits 2011, dass unausgeschlafene Mitarbeiter im Büro schlechter darin sind die "richtige" Entscheidung zu treffen und infolge dessen öfter betrügen. Dass der Schlafmangel die Wahrnehmung von Männern bezüglich der sexuellen Absichten ihres Gegenübers verändert, stellten aber nun Peszka und ihr Team erstmalig fest. "Schlafmangel wirkt ähnlich wie Alkohol", so die Wissenschaftlerin. Die Ursache für diese veränderte Wahrnehmung sei in beiden Fällen eine Beeinträchtigung des vorderen Stirnlappens. Andere Forscher hatten bereits herausgefunden, dass wenig Schlaf die Zuckerversorgung dort erschwert.

 

Vorsicht bei der Partnerwahl

"Durch Schlafentzug könnten Leute sexuelle Entscheidungen fällen, die sie im ausgeruhten Zustand nie getroffen hätten", so die Wissenschaftlerin. "Deswegen sollten müde Männer sicherstellen, dass Frauen wirklich an ihnen interessiert sind, bevor sie den Bogen überspannen", rät Peszka.

 

Quelle: Pressemitteilung der Amercian Academy of Sleep Medicine: Sleep deprived men over perceive women's sexual interest and intent; auf: netdoktor.de

 

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