Medizinwelt

 

 

Neues aus der Wissenschaft von A-Z

 

ANTIBABYPILLE.

Die Forscherinnen Alexandra Alvergne und Virpi Lummaa haben herausgefunden, dass die Pille die Partnerwahl beeinflusst. Normalerweise bevorzugen Frauen in den unfruchtbaren Phasen Männer mit materiellen Vorteilen, während sie in den fruchtbaren stärker auf das Erbgut achten. Die Pille verhindert diese Modelle der Partnerwahl. Stattdessen versuchen hormonell verhütende Frauen, Männer mit einem identischen Immunsystem zu finden. Ein interessanter Nebenaspekt der Studie: Die Pille hat das Bildungsniveau der Frauen gesteigert, weil sie die Kinder tendenziell später bekommen.

 

EREKTILE DYSFUNKTION.

I. Amerikanische Mediziner arbeiten an einer Penis- Salbe, die eine Alternative zu den Potenzmitteln in Tablettenform sein könnte. Die Salbe enthält Nanopartikel, die PDE-5-Hemmer durch die Haut schleusen können. Nanopartikel sind extrem kleine Teilchen. Der Vorteil der lokalen Anwendung ist, dass nicht der gesamte Körper belastet wird und möglicherweise Nebenwirkungen vermieden werden können. Die Salbe wurde an Ratten bereits getestet: Bei fast 90% der Tiere führte sie innerhalb weniger Minuten zu einer Verbesserung der Erektionsfähigkeit.

 

EREKTILE DYSFUNKTION II.

Weil Bluthochdruck und Diabetes mellitus durch Verengung der Blutgefäße häufig Vorboten von Potenzstörungen sind, versuchen amerikanische Wissenschaftler jetzt, der erektilen Dysfunktion durch sogenannte Stents vorzubeugen. Stents sind winzige Gefäßstützen aus Draht, die in die Blutgefäße eingebracht werden, um verengte Gefäßabschnitte offenzuhalten – zum Beispiel in der Arterie, die die Schwellkörper des Penis mit Blut versorgt. In einer Studie mit 50 Männern unter der Leitung von Jason Rogers soll nun geklärt werden, ob sich diese Methode bei Erektionsstörungen positiv auswirkt.

 

STERILISATION.

Wenn der Kinderwunsch erfüllt ist, lassen sich in Deutschland jährlich etwa 60.000 Männer durch Durchtrennen der Samenleiter sterilisieren. Bis zu zehn Prozent dieser Männer ändern später allerdings ihre Meinung. Dann ist es möglich, durch eine zweite Operation, die Refertilisierung, die Samenleiter wieder zusammenzufügen. Führende Ärzte auf diesem Gebiet weisen darauf hin, dass die Chancen geringer werden, je länger die Samenleiter durchtrennt sind. Betroffene sollten zudem eine Klinik aufsuchen, die eine Tubulovasostomie durchführen kann – eine spezielle Operationsmethode.

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