Wohlfühlen

Hohe Hacken helfen

Stöckelschuhe, so die gängige Meinung, sind alles andere als gesund. Sie belasten über Gebühr die Kniegelenke, und bequem sind sie auch nicht. Die italienische Urologin Maria Angela Cerruto von der Universität Verona ist da zu ganz anderen Ergebnissen gekommen. Als bekennende Stöckelschuh-Trägerin wollte sie sich nicht damit abfinden, dass an ihren Lieblingsschuhen so ganz und gar nichts Gesundes sein sollte. Also begann sie zu forschen und stellte fest, dass Pfennigabsätze die Beckenbodenmuskulatur stärken.
Zum Fachgebiet der Urologie gehört seit jeher der Zusammenhang zwischen Inkontinenz und der Beckenbodenmuskulatur. Denn ein Teil von ihr bildet den Blasenmuskel. Ist der Beckenboden geschwächt, kann die Blase nicht kontrolliert werden. Nun hatte Signora Cerruto schon ein paar Jahre zuvor festgestellt, dass die Fußhaltung einen Einfluss auf diese wichtige Muskulatur hat. Also stellte sie sich die Frage: Wie wirkt sich die extreme Fußhaltung bei Pfennigabsätzen auf den Beckenboden aus? Um das herauszufinden, führte Cerruto eine Studie mit Frauen unter 50 durch, von denen einige an Inkontinenz litten.
Die Teilnehmer mussten sich mit Absätzen verschiedener Höhe auf eine vibrierende Platte stellen, während die Aktivität der Beckenbodenmuskulatur elektronisch gemessen wurde. Das Ergebnis war erstaunlich: Bei hochhackigen Schuhen entspannt sich der Beckenboden, die Muskulatur wird trainiert. Die von Inkontinenz betroffenen Frauen konnten nach der Studie den Beckenboden besser anspannen und deshalb den Harndrang zurückhalten. „Wir hoffen nun zu beweisen, dass das ganztägige Tragen von High Heels spezielle Übungen für den Beckenboden ersetzen kann“, sagt Maria Angela Cerruto. Die Frauen wird es freuen. Und ganz nebenbei: Dem Sexualleben tut ein solches Beckenbodentraining auch gut.

 

Wieder da: Gestreifte Krawatten

Der Frühling wird bunt. Es gibt dieses Jahr nicht eine Trendfarbe, sondern viele – Hauptsache sie fällt auf. Das verhilft auch der guten alten gestreiften Krawatte zu einem Comeback. Früher galt sie als altmodisch, jetzt kehrt sie in knalligen Farben wieder zurück. Und damit auch zu ihrem Ursprung: Der Schlips mit den breiten bunten Streifen entstand im England des 19. Jahrhunderts, als sich Sportklubs Krawatten in den Vereinsfarben schneidern ließen.

Szenen einer Ehe

 

Wie war es wohl, mit dem Marquis de Sade verheiratet zu sein? Dem Mann, der bis heute für zügellose Lust und sadistische Sexualpraktiken steht? Diese Frage hat sich die Schriftstellerin Sibylle Knauss in ihrem Buch „Die Marquise de Sade“ gestellt. Renée-Pélagie de Montreuil (Foto rechts) hieß die Frau, die 1763 mit de Sade getraut wurde. Sie war 21 Jahre alt, die Tochter des Pariser Steuergerichtspräsidenten, eine gute Partie. Erst der Reichtum ihrer Familie ermöglichte de Sade, seine lasterhaften Begierden ungehemmt auszuleben. Bereits kurz nach den Flitterwochen verließ er seine Frau immer wieder für Tage oder Wochen.

 

Später musste er ins Ausland fliehen, nach seiner Rückkehr kam er für lange Jahre ins Gefängnis. Trotzdem hat Renée-Pélagie immer zu ihm gehalten. Sibylle Knauss beschreibt in ihrer Biographie, dass die Beziehung gerade während der Haftzeit am besten funktioniert: Er braucht sie, und sie kann sicher sein, dass er nicht anderen Frauen nachstellt. Erst als de Sade nach der Französischen Revolution 1789 freikommt, trennt sich seine Frau von ihm – nach 25 Jahren einer Ehe, wie es sie kein zweites Mal gegeben hat.

 

Sibylle Knauss: Die Marquise de Sade. Roman einer Ehe, List Verlag, 8,95 Euro

Die Zahl


24 Minuten pro Tag verbringt der deutsche Mann im Badezimmer – mehr als Italiener, Franzosen oder Spanier. Die liegen im Schnitt nur bei 16 Minuten. Der Spitzenwert ist das Ergebnis einer repräsentativen englischen Studie, die im Auftrag des Rasiererherstellers Gillette erstellt wurde. Rufen also hierzulande die Frauen vor der Badezimmertür „Schatzi, wo bleibst du denn?“

Farben-Froh

Nutzen Sie die Wirkung der Farben für Ihr Wohlbefinden. Warme Töne wie Rot, Orange und Gelb muntern Sie auf, wenn Sie sich mal matt und lustlos fühlen. Beruhigend wirken Blau-, Grün-, Türkis- und Violetttöne.

 

Fit in den Frühling

Viele Menschen kennen das: Endlich ist der Winter vorbei – doch dann kommt die Frühjahrsmüdigkeit. Der Körper schüttet vermehrt das Schlafhormon Melatonin aus, weil im Winter die Reserven des Glückshormons Serotonin aufgebraucht wurden. Doch dagegen lässt sich einiges unternehmen. Eine gesunde Ernährung mit Obst und Gemüse hilft, Wechselduschen, Sport und Bewegung ebenfalls. Besonders wichtig: Richten Sie Ihren Rhythmus nach der Sonne aus. Denn wenn die Sonne scheint, wird im Körper Serotonin produziert – und die Frühjahrsmüdigkeit wird genauso wie die Winterjacken eingemottet.

Foto: AOK-Mediendienst

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