Medizinwelt

Neues aus der Wissenschaft von A-Z

LIBIDOVERLUST.
Wenn bei Frauen Gebärmutter und Eierstöcke entfernt werden müssen, ist häufig Libidoverlust die Folge. Wie stark diese Veränderung empfunden wird, ist in Europa sehr unterschiedlich ausgeprägt. Das ergab eine Befragung von 427 Frauen in Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Italien. Während etwa 56 Prozent der Französinnen den Libiboverlust als belastend empfanden, waren es in Deutschland 16 Prozent. Die unterschiedlichen Ergebnisse führten die Ärzte auf kulturelle Unterschiede zurück. Bei Libidoverlust nach Total-Operation kann ein Hormonpflaster helfen.

PROSTATAKREBS.
Nach Forschungsergebnissen aus den USA könnte ein Virus für die Entstehung von Prostatakrebs verantwortlich sein. Ärzte an zwei Universitäten entdeckten, dass das Virus XMRV in besonders aggressiven Prostatakrebszellen wesentlich häufiger vorkommt als in gesunden Zellen. Bisher galt das Virus beim Menschen nicht als krebserregend. Sollten sich die Tests bestätigen, lässt sich Prostatakrebs in Zukunft möglicherweise mit einem schnelleren Test nachweisen als bisher. Da die bei Männern häufigste Krebsart meist nicht früh genug erkannt wird, wäre das ein großer Schritt nach vorn.

SEXUELLE DYSFUNKTION.
Dresdener Psychologen weisen darauf hin, dass Erektions- und Orgasmusstörungen häufig psychische Ursachen haben. Deshalb kann eine erfolgreiche Verhaltenstherapie auch bei sexuellen Funktionsstörungen helfen. Die Ärzte stellten fest, dass fast zwei Drittel der Männer und Frauen, die sich ambulant wegen Angstzuständen und Depressionen behandeln ließen, gleichzeitig von sexuellen Problemen berichteten. Nach einer Verhaltenstherapie gingen die Beschwerden bei über der Hälfte von ihnen zurück: Sowohl das sexuelle Interesse als auch Erektions- und Orgasmusfähigkeit nahmen zu.

VERHÜTUNG.
Neue Möglichkeiten für die Familienplanung: In Deutschland ist eine verbesserte „Pille für danach“ auf den Markt gekommen. Sie wirkt bis zu fünf Tage nach dem Geschlechtsverkehr. Damit hat sich die Einnahmefrist gegenüber dem bisherigen Medikament noch einmal um zwei Tage verlängert. Das Präparat wurde von einer französischen Firma entwickelt und beruht auf dem Wirkstoff Ulipristalalacetat. Dieser ist angelehnt an Stoffe, wie sie bei einer Abtreibung im Frühstadium verwendet werden. Die neue Pille wird in Deutschland unter dem Namen Ellaone verkauft.

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